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Kommunikation mit einem Baby

Babysprache

Wie spreche ich mit einem Baby? Diese Frage bewegt vor allem Menschen, die nicht daran gewöhnt sind mit Kleinkindern zu sprechen.

In den ersten Monaten versteht ein Baby natürlich noch keine Sprache. Es kommt also nicht darauf an, was man sagt, sondern wie man etwas sagt oder welche Mimik man benutzt, um mit dem Kind zu kommunizieren.

Auffällig ist, dass Babies sehr gerne Gesichter betrachten. Die Sprache wird dabei bereits den Personen zugeordnet. Daher sollte man mit einem Baby mit einer möglichst konstanten Stimme sprechen, um es nicht zu verwirren.
Das lange Anschauen nutzt einer Abschätzung, ob der Mensch einem wohlgesonnen ist. Ein Mißtrauen setzt erst nach einigen Sekunden ein. Erst dann setzt bei einer schlechten Bewertung ein Schreien ein.

Ein Baby reagiert meist auf das Wohlbefinden seines Gegenübers. Wenn die Eltern möchten, dass ihr Kind glücklich ist, sollten sie gut gelaunt mit einem Lächeln im Gesicht auftauchen. Strahlt das Kind auch und strampelt es mit einem abkehrenden Blick ist alles in Ordnung. Das Baby freut sich und fühlt sich wohl.

Wut, Trauer oder Unzufriedenheit wirkt sich auch auf die Gemütslage des Kindes aus. Das Baby leidet mit.

Die Sprache von Augen und Körper

Es folgt ein kleines Wörterbuch Baby-Eltern, Eltern-Baby:

  • Baby lacht und rudert mit den Armen: Wohlbefinden
  • Große Augen: Freude, Staunen oder Angst
  • Offene Augen und offener Mund: bin gesprächsbereit
  • Halb geschlossene Augen: Langeweile, Müdigkeit oder Zweifel
  • Angespannte Körperhaltung, geballte Fäuste: Unzufriedenheit
  • Finger im Mund: Hunger oder Wissensdurst
  • Baby fässt sich ans Ohr: Verlegenheit und Unsicherheit
  • Gähnen: Müdigkeit oder Desinteresse
  • Baby dreht Kopf zur Seite: interessiert mich nicht
  • Langes in die Luft starren oder in eine Ecke gehen: lass mich in Ruhe

Diese Körpersprache ist weit verbreitet bei Babies. Dennoch gibt es Ausnahmen. Ob Ihr Baby wirklich das ausdrücken möchte, was die Natur eigentlich durch die Mimiksprache vorgegeben hat, hängt im Einzelfall von Ihrem Kind ab. Eltern sollten es aber im Laufe der Zeit automatisch merken, was genau gemeint ist.


Wann schreit ein Kind?

Es ist nicht unüblich, dass Babies anfangen zu schreien - auch mitten in der Nacht. Es gibt Eltern, die denken, dass man nicht sofort springen sollte, weil sich das Baby daran gewöhnt und die Eltern durch dauerschreien unter Kontrolle hat.

Das ist ein großer bedauerlicher Irrtum. In den ersten 9 Monaten hat ein Kind noch gar nicht die Möglichkeit, die Eltern auszutricksen. Das kann erst später erfolgen. Doch zunächst bedeutet Schreien tasächlich immer, dass irgendetwas nicht in Ordnung ist: die Windeln sind voll, Hungergefühle, Angst, Einsamkeit, Schmerzen am Po durch Scheuern oder Blähungen, die Babies ganz schön weh tun können.

Eltern sollten sich sofort um das Baby kümmern, wenn es schreit. Dadurch gewinnt das Kind an Sicherheit, was sehr wichtig für die weitere Entwicklung ist. Die Eigenverantwortung des Kindes, das Anlernen von Geduld und Kontrolle beginnt erst viel später. Im ersten Jahr sollte das Kind allererste Priorität haben. Es sollte auch nie alleine gelassen werden - auch nicht in der Nacht.

Natürlich sollten Sie auch keinen Widerwillen zeigen, wenn Sie das Baby nach einem Schreien verpflegen. Das verwirrt das Kind nur und es schreit ggf. noch mehr. Zeigen Sie immer Ihre Liebe und Freude.

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